Nachhaltige IT-Aufarbeitung und Prozessoptimierung mit Generativer KI

Benedikt Mißback, Leiter Vertireb und Webshop bei quattroM und Markus Eider, Berater beim Zukunftszentrum Süd, präsentieren ihre Ergebnisse bei der Jahrestagung der Zukunftszentren in Leipzig vor.

In der heutigen Geschäftswelt ist verantwortungsvolles Handeln gegenüber der Umwelt von größter Bedeutung. Ein sehr gutes Beispiel hierfür liefert die quattroM GmbH aus Regenstauf, die sich auf das Refurbishment, also die professionelle Aufarbeitung, von IT-Hardware spezialisiert hat.

Die quattroM GmbH, die bereits seit über 20 Jahren dem Prinzip der Nachhaltigkeit verpflichtet ist, kauft alte Hardware aus Rechenzentren an – darunter Server, aber auch Consumer-Hardware wie Notebooks und Monitore. Diese Geräte durchlaufen einen strengen Aufbereitungsprozess: Durch sorgfältige Prüfung wird höchste Qualität für den Wiederverkauf im eigenen Webshop www.serverando.de sichergestellt. Dabei werden Festplatten mit spezieller Software gelöscht, um eine sichere Vernichtung unternehmensinterner und personenbezogener Daten zu gewährleisten.

Beratung durch das RZ Süd

Um die Arbeitsabläufe weiter zu optimieren, nahm das Unternehmen zwischen April und November 2024 eine vertiefte Beratung in Anspruch. In Online- und Präsenzworkshops analysierten die Beratenden Markus Eider und Ursula Pähler zusammen mit den Beschäftigten bisherige Prozesse und entwickelten konkrete Verbesserungsvorschläge.

Benedikt Mißback, Leiter Vertireb und Webshop bei quattroM und Markus Eider, Berater beim Zukunftszentrum Süd, präsentieren ihre Ergebnisse bei der Jahrestagung der Zukunftszentren in Leipzig vor.
Am 12. November 2025 stellte die quattroM GmbH ihren Beratungsfall auf der Jahrestagung der Zukunftszentren vor. Im Zentrum der Veranstaltung stand das Thema, wie Unternehmen Nachhaltigkeit im eigenen Betrieb verankern können. Benedikt Mißlbeck, Leiter Vertrieb und Webshop bei quattroM, und Markus Eider, Berater des Zukunftszentrums Süd, präsentierten die Ergebnisse der gemeinsamen Zusammenarbeit.

KI als Turbo für Effizienz und Kreativität

Ein zentrales Problem, das identifiziert wurde, war der zeitintensive Webshop-Betrieb: Da selten identische Server verkauft werden, mussten regelmäßig neue, detaillierte Beschreibungen und Produktspezifikationen für viele einzelne Produktseiten erstellt werden. Diese sich wiederholende, textuelle Arbeit nahm viel Zeit der Fachkräfte in Anspruch, die dadurch von kreativeren Aufgaben abgehalten wurden.

Die Lösung: Im Rahmen einer Qualifizierung erklärten die Beratenden zunächst die Funktionsweise von Generativer KI und entwickelten gemeinsam mit Beschäftigten von quattroM einen KI-Assistenten auf Basis eines Chatbots. Dieser Assistent erstellt nun automatisch die Produktbeschreibungen und Spezifikationen für die Server. Die Mitarbeitenden müssen lediglich die generierten Texte auf ihre Korrektheit prüfen.

Der KI-Assistent wird weiterhin im Arbeitsalltag genutzt und sorgt für eine signifikante Einsparung von Arbeitszeit, wodurch die Fachkräfte mehr Kapazität für ihre kreative und strategische Arbeit gewinnen.

Fazit: Zirkuläre Wirtschaft trifft digitale Transformation

Das Beispiel der quattroM GmbH zeigt eindrücklich: Nachhaltigkeit und Geschäftserfolg sind untrennbar verbunden. Durch die Wiederverwendung von IT-Hardware leistet das Unternehmen einen aktiven Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und reduziert Elektroschrott. Gleichzeitig nutzt die quattroM GmbH die digitale Transformation durch den Einsatz Generativer KI, um interne Prozesse zu optimieren. Das Ergebnis ist ein nachhaltiger Einsatz von Ressourcen und Arbeitsstunden, der kreative Arbeit fördert und das Unternehmen zukunftssicher macht.

Markus Eider, Berater im Zukunftszentrum Süd von der Technischen Hochschule Deggendorf