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Ob Spinnenseide, die extrem reißfest und gleichzeitig dehnbar ist, oder Haihaut mit einem sehr geringen Strömungswiederstand: die Natur bringt verblüffende und effiziente Designs hervor. Die Bionik versucht derartige Materialeigenschaften, Konstruktionen oder Prinzipien aus der belebten Natur als Vorbild für technische Entwicklungen zu nutzen. Doch das Potenzial ist weit größer.

 

Hyperganic

Das Startup nutzt KI und 3D-Druck (auch „Additive Manufacturing“ (AM) genannt), um Objekte zu designen, die so komplex, funktional und nachhaltig wie die Natur selbst sind. Das Besondere ist, bei der Entwicklung des Designs gibt der Nutzer lediglich die Eigenschaften vor, über die das Produkt am Ende verfügen soll. Eine KI-Software entwirft auf Basis dieser Vorgaben und Daten eine große Menge verschiedener Prototypen.

Steht das computergestützte Design, folgt der 3D-Druck. Dabei werden beispielsweise Kunststoffe oder Metalle Schicht für Schicht aufgetragen und übereinandergelegt, bis ein dreidimensionales Objekt entsteht. Das Verfahren ist zudem nachhaltig, denn es produziert nicht nur wenig bis gar keinen Abfall und spart Material, Energie und Kosten. Auch lange Transportwege können reduziert werden, da Objekte nach Bedarf und vor Ort produziert werden können.

Im Gegensatz zu herkömmlichen CAD-Programmen arbeitet die Software mit Voxeln („3D-Pixeln“), wodurch das Design keinen Einschränkungen oder Komplexitätsreduktionen unterliegt und ganz der Nutzen des Objekts im Fokus steht. Dies ermöglicht völlig neuartige Designkonzepte, z.B. die Entwicklung eines Fahrradhelms, designt auf Grundlage von Daten aus echten Fahrradunfällen.

 

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